Anfangs noch von manchen als vielleicht „langweilig“ erwartet, überzeugte das Stück „Sinn Tonic“ die Schüler der zehnten Klassen mit fesselnder Geschichte, ausgeklügeltem Witz und schauspielerischer Einzigartigkeit. An zwei Abenden führt das Illenau Theater Achern e.V. in Kooperation mit dem Gymnasium Achern das Stück „Sinn Tonic“ in einer Sondervorstellung für die zehnten Klassen des Gymnasiums auf. Das Stück spricht Lebenskrisen an, sowie die große Sinnfrage des Lebens und des Seins. Das mit Tiefgründigkeit und trotzdem mit Witz dargestellte Stück stellt verschiedene Personen in deren unterschiedlichen Lebenslagen dar und veranschaulicht deren Gedanken und Ängste mit Hilfe von Texten, Liedern und immer wiederkehrenden Fragen, auf die sie eine Antwort zu finden versuchen. Unter der Regieleitung von Rosa Maria Gannuscio, die außerdem Teil des dreiköpfigen Autorenteams vom Gymnasium ist (mit Rita Degraf und Tamara Hagemann), zog das Stück den Zuschauer jede Minute mehr in seinen Bann.

Das Foto wurde wieder mal zum Suchbild: so viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Achern haben letzte Woche beim 15. Illenau-Lauf des LBV Achern teilgenommen. Und das wieder sehr erfolgreich: Zwei Wanderpokale in der Kategorie U12/U14 mit dem 1. Platz und U16/U18 ebenfalls mit dem 1. Platz. und zahllose Urkunden konnten die Sportlehrer in der großen Pause zur Belohnung verteilen. In allen Altersklassen befanden sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums unter den vorderen Plätzen. Der Jubel in der Turnhalle geriet entsprechend laut. Doch auch die beiden Lehrerteams haben sich wacker geschlagen. Insgesamt zehn Lehrerinnen und Lehrer wagten sich an die 8 km Strecke und belegten am Ende Platz 8 und 11. Ergebnisse hin oder her: Bewegung macht Spaß und tut gut. Nächstes Jahr wieder! Fotos gibts hier:

Nach einem angenehmen Flug wurden wir sehr herzlich von unseren Freunden am Flughafen in Moskau empfangen und später auch in den einzelnen Familien herzlich willkommen geheißen. Am nächsten Morgen begann unsere erste Schulwoche an einer russischen Schule. Wir hatten in der Schule einen Raum zugewiesen bekommen, in dem wir unsere Schuhe wechseln konnten. Zwar waren wir von der Kleiderordnung in der Schule ausgenommen und durften auch Jeans tragen, aber auch wir trugen in der Schule keine Straßenschuhe. Nach einem kurzen Austausch: - “Im wievielten Stock wohnt Ihr?“ “Wir wohnen im 13. Stock.” ”Wir im 16.!” - wurden wir in feierlicher Runde von den russischen Lehrkräften und dem Schulleiter des Gymnasiums begrüßt. In engerer Runde stellten sich dann die Austauschpaare vor. Jedes Paar durfte eine Frage ziehen, die in der eigenen Sprache vorgelesen und in der anderen beantwortet wurden. Wir beendeten den Vormittag mit dem Besuch des russischen Schulunterrichts. 

Nachdem auch die beiden Morgenmuffel verspätet in Berlin ankamen, eröffneten wir unseren Berlintrip feierlich mit einem Stadtrundgang, geführt von unserem Tutor und echtem Berliner André Wenzel. Den ersten Abend ließen wir in gemeinsamer Runde bei einem indischen Abendessen in einem gemütlichen Restaurant nach Herrn Wenzels Empfehlung und anschließendem individuellen Programm ausklingen. Die Tatsache, dass das Frühstück - die wichtigste Mahlzeit am Tag - unter lautem Protest zu einer unchristlichen Zeit, 7:30 Uhr, stattfand, wurde am Folgetag durch die Aussicht auf den freien Nachmittag besänftigt. Vor diesem wurden wir vertraut mit dem schrecklichen Leben in Gefangenschaft gemacht, indem wir an einer Führung durch das alte Staatssicherheitsgefängnis Hohenschönhausen teilnahmen. Obwohl uns nur ein paar Jahrzehnte von dieser Vergangenheit trennen, konnten wir beim Eintauchen in die damalige Wirklichkeit nicht fassen, dass es einen solch unmenschlichen Umgang einmal gegeben hat. Mit der Entschlossenheit, eine solche Barbarei nie wieder zuzulassen und sie als Lehre sowie Ansporn zu sehen, wuchs auch unsere Dankbarkeit, im heutigen Deutschland zu leben. Nachmittags fand sich eine Schülergruppe mit Herr Wenzel in dem Atelier ein, auf welchem Boden er früher bereits seine Kreativität auslebte.