Auch in diesem Schuljahr nahmen wieder 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Achern am bundesweiten Existenzgründungswettbewerb Jugend gründet teil.

In der ersten Phase mussten die insgesamt vier Teams einen Businessplan über ihre Geschäftsidee schreiben und dabei, wie richtige Existenzgründer, darlegen, wie ihre Idee funktioniert, welche Kundengruppe sie ansprechen wollen, womit sie Geld verdienen wollen, mit welchen Kosten sie kalkulieren und so weiter.

Alle Teams des Gymnasiums Achern schafften dabei den Sprung unter die besten 50 von insgesamt 718 Teams. Ein wirklich tolles Ergebnis. Die beiden Teams Modern Boarding und Bagleidung schafften es sogar ins Zwischenfinale der besten 23 Teams. Am Tag der offenen Tür wurden alle Geschäftsideen den interessierten Zuschauern und einer externen Jury präsentiert.

Präsentation am Tag der offenen Tür

Hannah Endres, Lisa-Marie Kaul, Merlin Kempf, Maurice Kirschberger und Felix König präsentierten ihre Idee Storeker, bei der man über eine App nach Kleidung suchen kann. Das Besondere hierbei ist, dass die App gezielt Produkte kleinerer Läden anbietet, um diesen auf einem zunehmend schwieriger werdenden Markt gegenüber den großen Konzernen eine Plattform zu bieten.

Aaron Hülsmann, Laurin Steiner und Marcel Händler präsentierten ihre Idee einer App, mit der Allergiker im Supermarkt testen können, ob Produkte von ihnen bedenkenlos verzehrt werden können.

Nach der Präsentation bekamen die Teams ein ausführliches Feedback der Juroren Gerhard Federle von der Sparkasse Offenburg und Carsten Stauch von der EnBW. Diese Tipps nahmen die beiden Teams Modern Boarding und Bagleidung mit nach Ulm, wo sie mit fünf weiteren Teams ihre Ideen beim Zwischenfinale Süd präsentieren durften.

Zwischenfinale Süd in Ulm

Marie Hauck, Tabea Volz, Sven Schmitt, Lars Schmitt und Marion Baro hatten als Team Modern Boarding einen Businessplan für ihre Geschäftsidee SmartBind 1.0 eingereicht. Dabei handelt es sich um eine elektronische Snowboardbindung, die das An- und Abschnallen schneller und bequemer machen soll. Die Automatik soll zudem für Stabilität sorgen, LED-Lichter die Sichtbarkeit erhöhen und eingebaute Sensoren Daten zu Route und Geschwindigkeit sammeln. „WIR sind Modern Boarding und mit uns rockst DU die Pisten!“ war ihr Motto. Mit ihrem Pitch vor der „Jugend gründet“-Jury erreichten die fünf Schüler in Ulm Platz 3. Der Jury hat es Spaß gemacht, den Pitch zu erleben. Das Team habe mit seiner souverän vorgetragenen Präsentation gute Laune versprüht und es sei zu spüren gewesen, dass das Team von seiner Geschäftsidee begeistert war. Auch die aufwändige und sorgfältige Recherchearbeit im Vorfeld wurde von der Jury anerkennend erwähnt.

Auf anderem Untergrund bewegte sich das Team Bagleidung mit Andre Pfanstil, Flemming Bär, Brian Kleiner und Julius Ritter. Sie entwickelten die Idee eines in die Jacke integrierten Rucksacks, den JackBag: „Die Jacke mit integriertem Rucksack vereint Mode, Flexibilität und Nachhaltigkeit!“ Eingeklappt verschwindet der Rucksack optisch im Look der Jacke und garantiert weiterhin hohen Tragekomfort. Ausgeklappt ermöglicht er Spontaneinkäufe und macht die ökologisch problematische Plastiktüte überflüssig. Nach ihrem Pitch, mit dem sie Platz 4 erreichten, lobte die Jury das Viererteam für seine gute Teamleistung und den eindrucksvollen Prototypen, den sie mithilfe von Sponsoren anfertigen konnten. Der Nutzen liege bei Spontankäufen klar auf der Hand und die Jury sieht die Chance, den JackBag als Kultobjekt zu etablieren.

„Die Fähigkeit, Veränderungen als Chance zu begreifen, Probleme eher als eine Herausforderung zu sehen, neue Lösungen zu entwickeln und dann die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, haben die Teilnehmer hier alle schon bewiesen,“ lobte Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich als Vertreterin von „Jugend gründet“ bei der Siegerehrung die Leistungen der Schüler hervor. Sie würdigte das Bestreben der Schüler, mit ihren Geschäftsideen „die Welt im Großen oder Kleinen besser zu machen, bequemer, schöner oder überhaupt lebenswert und zugänglich“ und die Leidenschaft, mit der sie ans Werk gingen.

Nach Ulm begleitet und während des Wettbewerbs betreut wurden die Schüler durch ihre Lehrer und Motivatoren Wolfram Ehmann und Oliver Heimer.

Zweite Wettbewerbsphase: Das Planspiel

Seit Ende Januar läuft bereits die zweite Wettbewerbsphase, das „Jugend gründet“-Planspiel. Dabei heißt es, den richtigen Standort auswählen, Mitarbeiter motivieren, qualifizieren, neue Mitarbeiter auswählen, sich Gedanken über Werbestrategien, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und natürlich auch über Preis und Kosten von Produkten zu machen. Das alles ohne Risiko, aber mit der Gewissheit, Wirtschaftswissen zu erlangen. Die einzige Gefahr dabei ist, vom Unternehmergeistfieber gepackt zu werden.

Bei der hochwertigen Unternehmenssimulation versuchen alle Wettbewerbsteilnehmer, unabhängig von ihrem Abschneiden in der Businessplanphase, über acht Spielperioden hinweg ihr virtuelles Unternehmen mit unternehmerischen Entscheidungen durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur zu führen. Auch wer keinen eigenen Businessplan eingereicht hat, kann zeitlich flexibel ab sofort in das Planspiel einsteigen.

Die Gesamtbesten aus beiden Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase) werden am 20. Juni 2018 zum Bundesfinale nach Stuttgart eingeladen. Wir hoffen, dass dann auch wieder mindestens ein Team vom Gymnasium Achern dabei ist.

Ausführliche Informationen zum Bundeswettbewerb gibt es auf www.jugend-gruendet.de Informationen zum Event und eine Teamübersicht finden Sie auch auf: