Am 9. April mussten wir früh aufstehen, denn die Reise in die Normandie ging schon um 7h los. Nach einer elfstündigen Busfahrt und einem Zwischenhalt in Reims kamen wir am frühen Abend endlich in Pont-Audemer an und waren froh, unsere Austauschpartner/innen wiederzusehen. Wir fuhren gleich weiter in die Gastfamilien, um mit ihnen zu Abend zu essen. Dort gab es auch unbekannte Gerichte, die aber trotzdem lecker waren.

Am Dienstag durften wir den französischen Schulalltag am Collège Saint Ouen kennenlernen und begleiteten die Austauschpartner in den Unterricht. Das war sehr interessant, denn der Unterricht war ganz anders als bei uns (z.B. blieben während des Unterrichts die Türen zum Gang offen). Mittags aßen wir in der Kantine, denn die Franzosen hatten wie fast jeden Tag Nachmittagsunterricht bis 17.35h.

Am Mittwochmorgen brachte ein Sportlehrer unserer deutschen Schülergruppe das Golfen bei. Es war gar nicht so einfach, den Ball überhaupt in die Luft zu bringen. Später durften wir in Kleingruppen einen eigenen Parcours markieren und gegeneinander antreten. Vom feuchten Gras waren die Schuhe schnell nass und die Kleidung voller Schlammspritzer, doch wir hatten viel Spaß.

Am Donnerstag  fuhr die gesamte deutsch-französische Schülergruppe zum Mont-Saint-Michel, wo wir eine Wattwanderung machten und einiges über die Geschichte und die Naturlandschaft an diesem eindrucksvollen Ort erfuhren. Der Guide führte uns durch den Schlick bis zu einer Stelle, an der wir auf Kommando hopsen sollten. Zu unserem Erstaunen war der Boden elastisch, und schließlich versanken wir bis zu den Oberschenkeln im Treibsand. Das war eine matschige, aufregende aber auch sehr lustige Erfahrung. Zum Glück mussten wir am Schluss keinen im Watt zurücklassen, und es gab auch Wasserhähne, an denen man sich nachher die Füße waschen konnte.

Pont-Audemer lernten wir am Freitagmorgen bei einer Stadtrallye kennen. Das Städtchen mit seinen Kanälen, den Fachwerkhäusern, den kleinen Geschäften und dem Markt machte einen netten Eindruck. Zurück in der Schule wurde mit den Franzosen ein deutsch-französisches Lied eingeübt, das am Abend bei der soirée franco-allemande den Gastfamilien vorgetragen wurde.

Das Wochenende verbrachte jede/r (ebenso wie den Mittwochnachmittag) mit der Gastfamilie. Hier wurden die unterschiedlichsten Dinge unternommen (Erstkommunion-Familienfeier, Pferdespring-Wettbewerb, Laser-Game, Schwimmbad, Trampolinpark, Ausflüge zur Küste etc.).

Am Montag standen noch zwei Betriebsbesichtigungen auf dem Programm. Zuerst fuhren wir zu einer Fromagerie (Camembert-Käseproduktion) in Livarot, wo auch gekostet werden durfte. Da es der Tag vor der Heimreise war, kauften einige für ihre Eltern Käse ein, ohne zu bedenken, dass uns diese duftenden Mitbringsel noch einen halben Tag im Rucksack, im Bus und im Aufenthaltsraum der Schule begleiten würden… Im Anschluss ging es zum Château de Breuil, wo uns die Herstellung und Lagerung von Calvados (eine Art Apfelschnaps) erklärt wurde. Auch hier konnte man probieren (allerdings nur den Apfelsaft) und sein Körpergewicht in Äpfeln anzeigen lassen.

Nach einer ereignisreichen Woche und einem herzlichen Abschied traten wir am Dienstagmorgen die Heimreise an, die uns über Paris wieder zurück nach Achern führte. Alles in allem hat der Austausch viel Spaß gemacht, und auch für diejenigen, die bereits zum wiederholten Mal dabei waren, war es wieder spannend in eine andere Kultur einzutauchen.

A la prochaine!

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