Die Idee zu einer Exkursion tauchte vorerst durch Zufall im Unterricht bei unserer Physiklehrerin Inna Weis auf. Vorerst galt ein Besuch in der LuK GmbH & Co. KG (Lamellen- und Kupplungsbau) als Scherz. Doch Tobias Schwenk setzte den zufälligen Vorschlag in die Tat um. Am 05.06.2018 standen wir also, der Physikkurs der Kursstufe 2, vor der LuK in Kappelrodeck und warteten gespannt auf die Führung im Werk. Nachdem Tobias uns Eintritt verschafft hatte, begrüßte uns der Werksleiter des Werkzeugbaus, Herr Schwenk, und Teamleiter Herr Rettig. Zu Beginn versammelte sich die Klasse in einem Raum, wo wir mit Brezeln und Getränken überrascht wurden.

Herr Schwenk stellte uns einen interessanten Vortrag über die Schaeffler Gruppe dar und erklärte, was für eine Bedeutung der Standort Kappelrodeck für das Unternehmen hat. Besondere Einblicke in die verschiedenen Branchen, für welche die LuK Zulieferer ist, wurden uns gezeigt. In fast jedem Auto sind die Hauptbestandteile von der Kupplung über das Getriebe von LuK produziert. Auch in Bereichen des Flugzeugbaus sowie Windräder oder auch E-Mobility ist die LuK ein entscheidender Produzent verschiedener Komponenten, die es möglich machen, dass alle Maschinen funktionieren. Die Schaeffler Gruppe ist einer der bedeutendsten Unternehmen in Deutschland und der Welt. Mit Standorten auf der ganzen Welt ist sie ein riesiger Arbeitgeber, bei dem weltweit über 90.000 Leute arbeiten.

Nach der Theorie kam der spannendste Teil, nämlich die Werksführung in Kappelrodeck. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt und mit zusätzlichen Hörgeräten ausgestattet, um trotz der laut arbeitenden Maschinen alles verstehen zu können. Während der Führung gelangte man quer durch alle Abteilungen. Viele Maschinen wurden vorgestellt, unter anderem Erodiermaschinen (Drahtschneidemaschine), welche dafür zuständig waren, auf ein hundertstel Millimeter genau Teile zur Weiterverarbeitung auszuschneiden. Das Management der automatisierten Abläufe war beeindruckend. Eine Fräsmaschine fräste das benötigte Teil, woraufhin ein automatisierter Roboterarm die Teile verlud. Alles, ohne dass sich ein Mitarbeiter daran beteiligte. In Kappelrodeck werden die Teile nicht nur gefertigt, sondern auch getestet. Mit einer Testpresse können die erstentwickelten Werkzeuge auf Schwachstellen getestet werden und sie werden daraufhin optimiert. In der Konstruktion werden Werkzeuge entwickelt und daraufhin Umformsimulationen erstellt. Hiermit erkennt man, ob es überhaupt technisch möglich ist, ein Metallblech in die gewünschte Form zu biegen.

Alle Einblicke waren sehr informativ. Wir blicken auf einen spannenden und abwechslungsreichen Tag zurück. Hiermit bedanken wir uns bei der LuK GmbH & Co. KG. Ein besonderes Dankeschön geht an Herrn Schwenk und Herrn Rettig.