Am 13. und 14. Juni 2018 fand der 17. Life Science Schülerkongress in Basel und Beuggen (Rheinfelden) statt. Dabei hatten ich und ca. 65 andere naturwissenschaftlich interessierte Schüler aus Baden-Württemberg und der Schweiz die Möglichkeit, aus erster Hand Einblicke in die Berufswelt der „Life Science“ zu gewinnen und uns auch untereinander auszutauschen.

Unser erster Programmpunkt war ein Besuch des internationale Pharmaunternehmen Novartis in Basel. Nach einer kurzen Begrüßung und einem kleinen Überblick über das Unternehmen folgten Vorträge von drei Novartis-Mitarbeitern, die aus ihrer Arbeitswelt und ihrer Forschung berichteten. Anschließend ging es weiter mit einer Führung auf dem „Campus“, dem Gelände von Novartis. Neben einem kurzen Einblick in ein Labor wurde auch viel Wert auf das ungewöhnliche Gesamtbild aus Kunst, Architektur, Grünanlagen und Modernität gelegt.

Nach diesem Einblick in ein forschungs- und wirtschaftsorientiertes Unternehmen ging es weiter zum zweiten Veranstaltungsort: das Schlosshotel Beuggen. Auch dieser Veranstaltungsort war etwas Besonders, da man als große Schülergruppe eher selten in einem 3-Sterne-Hotel untergebracht ist. Dort präsentierten zunächst zwei Schülerinnen aus Lörrach ihre „Jugend forscht“ – Arbeit zum Thema Mikroplastik im Meersalz.

Nach so viel Input sorgte die Besichtigung der nahegelegenen Tschamberhöhle als letzter Programmpunkt des Tages für eine willkommene Abwechslung. Die Höhle ist auf natürliche Weise durch einen unterirdischen Fluss entstanden und trotz der teilweise sehr engen und niedrigen Gänge ein tolles Erlebnis.

Am nächsten Tag folgten weitere spannende Vorträge, darunter ein Schülervortrag zur Aluminiumbelastung durch Trinkflaschen und der Vortrag eines Mitarbeiters des Medizingeräteherstellers Karl Storz Endoskopie aus Tuttlingen. Außerdem berichteten ein Dozent und eine Professorin der Universität Freiburg von ihrer Forschungsarbeit. Besonders der Vortrag des Dozenten war etwas Besonderes, denn er referierte auf Englisch (der gängigen Fachsprache der Naturwissenschaften).

In der anschließenden Mittagspause hatten wir die Möglichkeit, das persönliche Gespräch mit den Referenten zu suchen. Anschließend folgten Diskussionsrunden mit Mitarbeitern von Novartis, Karl Storz und der Universität Freiburg, in denen wir in kleinerer Gruppe nochmal Fragen über den (Arbeits-)Alltag als Naturwissenschaftler stellen und diskutieren konnten.

Abschließend folgte die Verabschiedung durch die Veranstalter und wir verließen um viele neue Eindrücke und Erfahrungen reicher das Schlosshotel Beuggen. Es war zwei spannende, lehrreiche und auch lustige Tage – mit einer tollen Stimmung, die nicht einmal eine Weichenstörung auf der Strecke Beuggen-Basel und eine kleine Odyssee mit Linienbus und Regionalbahn auf dem Heimweg zerstören konnte.