An den Motorradunfall, den sie vor vielen Jahren hatten, können sich Dr. Carola Eckl und Jürgen Wäldele beide nicht mehr erinnern, eine sogenannte Schutzfunktion des Körpers. Die Folgen allerdings haben ihr Leben von einer Sekunde zur anderen verändert. Schwerste Verletzungen, viele Frakturen und das Schwerwiegendste: Eine Querschnittslähmung ab dem Brustwirbelbereich. Ein Leben im Rollstuhl, für viele nur schwer vorstellbar. Die Kontakte von Nichtbehinderten zu Betroffenen sind eher selten. Diese sind jedoch wichtig um Berührungsängste und Hemmschwellen abzubauen. Doris Reck, Oberstudienrätin am Gymnasium Achern, freute sich Dr. Carola Eckl und Jürgen Wäldele als Referenten gewinnen zu können. Mit sechs zusätzlichen Rollstühlen konnten die Schülerinnen einer neunten Klasse/ einer sechsten Klasse jeweils eine Unterrichtsstunde lang austesten wie es sich anfühlt im Rollstuhl zu sitzen. Ein gemeinsam aufgebauter Parcours war zu bewältigen. Bodenschwellen, enge Passage, Hindernisse und eine Wettspiel waren zu meistern. Unter Anleitung der Profis im Rollstuhl durften die Schülerinnen erfahren, wie man im Rolli Treppenstufen hinauf und wieder herunter kommt. Selbst auszutesten machte viel Spaß. Mindestens genauso wichtig war zu sehen, dass Menschen mit Behinderungen manchmal Hilfe benötigen. Hier sollte man offen und aufmerksam sein und Hilfe anbieten.

Eine zweite Stunde war als Gesprächsrunde vorgesehen. Die beiden Rolli-Fahrer erzählten von ihren Unfällen und beantworteten beeindruckend offen alle Fragen. Den Kindern wurde bewusst, dass auch für Rollstuhlfahrer ein ganz normales Leben möglich ist. Das was die Schülerinnen erkennen sollen: „ Es gibt für jedes Problem eine Lösung, nicht immer so wie man sie sich selbst aussuchen würde, aber es gibt eine Lösung. Man muss nur oft dafür kämpfen.“

Solch eine beeindruckende Lebensgeschichte von einem Menschen mit Behinderung, dessen normaler Lebensalltag eine Herausforderung bedeutet, bewegt die Schülerinnen zum Nachdenken und prägt sie nachhaltig. Es erfordert Mut, Willen, Durchsetzungsvermögen aber auch Toleranz und die Stärke um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen. Viele Eigenschaften, die Nichtbehinderte ebenso benötigen, um das Leben mit all seinen Herausforderungen zu meistern.

Schülerinnen nach dem Projekt: „Es war für uns eine sehr lehrreiche Erfahrung, da wir nun einen kleinen Einblick in Leben eines Rollstuhlfahrers bekommen haben und dass wir keine Hemmungen vor ihnen haben müssen. Wir werden wohl, wenn wir in Zukunft einen Rollstuhlfahrer sehen, an dieses Projekt denken. Wir wissen nun wie wir Menschen mit einer Behinderung helfen können.“

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