Schule in den Fasnachtsferien?

Hatten die Narren die Schule übernommen oder handelt es sich hier um eine raffinierte Einbrecherbande? Wie kann es sein, dass Schülerinnen und Schüler einen ganzen Ferientag freiwillig in der Schule verbringen?

Sogar zwei Gruppen motivierter Schülerinnen und Schüler hatten in sich den Faschingsferien zum letzten Block des Erste-Hilfe-Moduls getroffen. Denn es stand ein Besuch von Herrn Krumbacher an, Vater einer Teilnehmerin und als gelernter Krankenkpfleger und Mitarbeiter von Rodday Wundmanagement ein Profi in Sachen Verbände.

Unter seiner Anleitung wurde verbunden, was das Zeug hält. Das war zuletzt gar nicht mehr so einfach, denn zu aller Erschwernis wurden die Finger zuerst verbunden. Das Resultat ließ sich aber durchaus sehen, mit geeignetem Verbandsmaterial kamen fast professionelle Verbände heraus. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur, wie das Verbinden leichter von der Hand geht, sondern auch, was man bei Verbänden beachten muss, die anders als in der Ersten Hilfe für mehrere Tage halten sollten. So wurde auch darauf geachtet, dass dem Verletzten so viel Bewegungsfreiheit wie möglich bleibt, um Lebensqualität so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.

Begonnen hatten die Module im Rahmen des "Acherner Modells" schon Ende der letzten Sommerferien. Zunächst absolvierten die Schülerinnen und Schüler einen Erste Hilfe Kurs, wie ihn jeder bei diversen Anbietern spätestens dann besucht, wenn der Führerschein ansteht. Natürlich gab es dafür auch eine Bescheinigung. Doch das war erst der Anfang. In größeren Abständen trafen sich die Schülergruppen mit GA-Lehrerin Martina Bühler noch weitere Male, um einerseits das Gelernte in Rollenspielen anzuwenden und zu üben, andererseits aber auch, um weitere interessante Informationen über Atmung, Kreislauf, Schock oder Vergiftungen usw. zu erfahren.

Die Schülerinnen und Schüler konnten bezüglich der Inhalte Wünsche äußern, die dann so weit wie möglich umgesetzt wurden. Auf die Anregungen der Schülerinnen und Schüler hin konnte ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten werden.

Ein echtes Highlight war der Besuch bei der Rettungswache in Achern! Die Teilnehmer durften nicht nur hautnah erleben, wie die Rettungs- und Notfallsanitäter mit Blaulicht ausrückten, sondern auch den zweiten, im vergangenen Jahr ausgemusterten Rettungswagen besichtigen. In gut zwei Stunden erklärten Adrian Bühler, Rettungssanitäter, und Johannes Kießner, Leiter der Rettungswache Achern, was man alles im Rettungswagen finden kann und vor allem: wozu es dient. Unter anderem durften sie auch die Trage und die Vakuummatratze ausprobieren.

Habt auch Ihr Lust in den Ferien oder an Wochenenden in die Schule zu kommen? Dann meldet euch an, auch im kommenden Schuljahr wird das Erste Hilfe Modul als ein Pflichtmodul für die Klassen 8 bis 10 angeboten.

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