Unsere Schülerzeitung "Die ausGAbe" hat nachgefragt: 

Als Reaktion auf das Corona-Virus wurden in ganz Deutschland die Schulen geschlossen. Das Gymnasium Achern arbeitet in dieser Zeit mit Microsoft Office 365. Wie es den Lehrern und Schüler damit ergeht, erfahren Sie hier. Wir habe jeweils drei Schüler und Lehrer gefragt, wie sie mit Microsoft Office 365 klarkommen, wie sie generell Homeschooling finden und ob sie sich vorstellen können, Homeschooling auch in einer Zeit nach Corona zu betreiben.

Lehrer 1: 

 „Ich empfinde Home-Schooling bisher als spannende Aufgabe. In der ersten Woche habe ich vermutlich sogar noch mehr gearbeitet als normalerweise, weil ich mich selbst erstmal einarbeiten musste. Ich denke, wenn wir erstmal alle einen Kanal nutzen und alle darauf Zugriff haben, kann das den Unterricht auch so bereichern - digitales Lernen via Teams. Ich habe in den letzten Tagen gelernt, wie man Lernvideos erstellt, wie ich ein Quiz machen kann und wie ich mit den Schülern noch schneller in Kontakt treten kann als bisher. Das finde ich alles sehr bereichernd.“  

Auf der anderen Seite fehlt mir der Kontakt zu den Schülern sehr. Es ist doch etwas anderes, wenn man jemanden vor sich hat, mit dem man auch anders interagieren kann als über Chatnachrichten. Ich versuche zwar, Fragen immer direkt zu beantworten - aber es liegt in der Natur der Dinge, dass das nicht immer möglich ist.  

Ich habe mit vielen Schülern gesprochen - die Meinungen gehen auseinander. Aber viele könnten sich beispielsweise einen "Home-Schooling"-Tag vorstellen, an dem man die Aufgaben, die man im Unterricht besprochen hat, nochmal intensiv bearbeiten kann; nach seinem eigenen Tempo. Man müsste allerdings schauen, in welchen Klassenstufen so etwas möglich wäre. 

 

Lehrer 2: 

„Ich finde das Homescooling macht viel Spaß! Es kann aber nicht den richtigen Unterricht ersetzen. In Sport z.B. ist es schön und sinnvoll, wenn man als Gruppe/Klasse gemeinsam in der Sporthalle oder draußen ist und nicht jeder seine Sachen allein zu Hause machen muss. Zumal einige Sachen zu Hause auch gar nicht möglich sind... In Französisch ist es da leichter, da durch Videokonferenzen und Aufgaben in Teams fast “normaler“ Unterricht stattfinden kann. Meine Schüler machen regelmäßig ihre Aufgaben. Dadurch kann ich auch gut überprüfen, ob die Aufgaben verstanden wurden. Jedoch weiß man nie, wer sie wirklich gemacht hat... Ich werde Teams gerne auch nach der Coronazeit weiter nutzen.“ 

 

Lehrer 3: 

„In der ersten Woche war ich mit der Technik, den verschiedenen Kanälen (office, Teams, Schulmanager) etc. ziemlich überfordert, obwohl wir kurzfristig gute und hilfreiche Instruktionen bekommen hatten. Schwierig war, auf Anhieb die richtige Form und Menge an Aufgaben zu schicken für die verschiedenen Klassenstufen. Doch von den Schülern kam recht schnell Rückmeldung, wenn es zu viel war. So konnte ich das gut anpassen bzw. mehr Zeit geben. Dann kamen die ersten Fragen, Rückmeldungen etc. Ich kam nicht hinterher, Ordner anzulegen, Dateien abzuspeichern und dabei den Überblick nicht zu verlieren. Diese Form der Arbeitsweise nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Außerdem fehlte mir vor allem in der ersten Woche sehr der direkte Kontakt zu den Kollegen und Schülern, das Lebendige und das Gewusel. Es ist ganz anders, den ganzen Tag am PC zu sitzen. In der zweiten Woche habe ich mehr darauf geachtet, für mich eine neue Tagesstruktur zu finden: wo arbeite ich und wie? Wie lange? Wann und wie mache ich Pausen? Wann und wie beginne ich den Tag?  Welcher Ausgleich tut mir gut ohne die Möglichkeiten, die ich sonst habe. Ich habe das Gefühl, mich etwas an die neue Situation zu gewöhnen und das Positive daran zu sehen.  So versuche ich, meine technischen Kenntnisse bzw. den Umgang mit den Programmen zu erweitern, wo das möglich ist. Weiteres bleibt gerade noch abzuwarten. Ich bin sehr gespannt, wie die ersten Tage und die Zeit wieder in der Schule werden und freue mich schon darauf. Ich habe das Gefühl, dass es vielen Schülern gut tut, sich in Ruhe und ohne Störungen mit Themen und Aufgaben zu befassen und sich die Zeit selbst einteilen zu können. Schön ist auch, dass man Aufgaben stellen kann, bei denen die Schüler auch praktisch etwas zuhause machen, mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen. 

 

Unterstufen-Schüler: 

„Ich komme ziemlich gut mit Teams zurecht, bin auch mehrere Stunden am Tag online. Wir kriegen von manchen Lehrern die Aufgaben per Teams und von anderen per Schulmanager. Wenn man sich bei denen eingeloggt hat und gut zurecht kommt, finde ich dass es ziemlich übersichtlich ist. Ich finde es sehr gut wie die Schule damit umgeht und es ist der beste Ersatz den es gibt. Natürlich ist Schule am besten weil man da die Sachen besser versteht und die Lehrer und Mitschüler vor einem hat. Unsere Klasse wird morgen einen Gruppenanruf per Teams ausprobieren, hoffentlich klappt das. Ich fände es auch gut wenn die Lehrer Lernvideos oder Gruppenanrufe machen würden. Was ich auch sehr toll finde ist dass man von der Schule gebrauchte Laptops bekommen kann. Ich habe einen abgeholt und dieser ist im perfekten Zustand. Wie gesagt, ich bevorzuge Schule trotzdem, aber es ist ein guter Ersatz.“ 

Mittelstufen-Schüler: 

Ich finde das Homeschooling und Office haben beide ihre Vor- und Nachteile, weil in der Schule lernt man halt besser, weil es einem erklärt wird. Aber bei Office kann man Sachen googeln oder so, dass geht in der Schule meistens nicht und man kann sich auch das Lernen und die Aufgaben selber einteilen und Entscheiden, wann man die Aufgaben machen will. Aber bei Homeschooling ist man halt meistens alleine, außer man macht Facetime. 

Abiturient: 

„Für uns hat sich einiges geändert, die Kommunikationsprüfung, das Fachpraktische Abitur in den Fach Musik auf unbefristete Zeit und das Abi um einen Monat verschoben. Wir lernen auch über Microsoft 365, E-Mail und Schulmanager. Natürlich alles ungewohnt und neu. Für uns ist die neue Lernweise in den Abiturfächern eine gute Übung, da man die Texte korrigiert und mit Feedback zurückbekommt. Leider braucht das viel mehr Zeit als in der Schule, da man in den Nebenfächern reichlich Aufgaben bekommt und diese normalerweise nicht immer im Unterricht präsentiert. Für mich persönlich, ist das Home-Office deutlich effektiver, da ich nun zielbewusst arbeiten und ich meine Zeit frei einteilen kann. Das ungünstige für uns ist nur, dass wir wahrscheinlich zu einem anderen Zeitpunkt die Schule verlassen werden, wie wir geplant hatten und manche Träume und Urlaube in die Brüche gehen, aber die Gesundheit geht vor.“ 

  • AUGA_corona_deckblatt
  • AUGA_corona_deckblatt_300dpi
  • DSCF6856_1
  • DSC_1337
  • DSC_1338
  • DSC_1339
  • MicrosoftTeams-image
  • MicrosoftTeams-image_1
  • MicrosoftTeams-image_10
  • MicrosoftTeams-image_11
  • MicrosoftTeams-image_12
  • MicrosoftTeams-image_13
  • MicrosoftTeams-image_14
  • MicrosoftTeams-image_15
  • MicrosoftTeams-image_16
  • MicrosoftTeams-image_17
  • MicrosoftTeams-image_2
  • MicrosoftTeams-image_3
  • MicrosoftTeams-image_4
  • MicrosoftTeams-image_5
  • MicrosoftTeams-image_6
  • MicrosoftTeams-image_8
  • MicrosoftTeams-image_9
  • bild_schülerzeitung
  • bild_schülerzeitung_v