Schulhund Caesar und Doris Reck und freuten sich gemeinsam mit den Schülerinnen der Klasse 6 und 7 auf den Besuch der Rollstuhlfahrer, Dr. Carola Eckl, Jürgen Wäldele und Peter Skerra im Sportunterricht.

An den Unfall, den sie vor vielen Jahren hatten, können sich alle drei nicht mehr erinnern, eine sogenannte Schutzfunktion des Körpers.  Die Folgen allerdings haben ihr Leben von einer Sekunde zur anderen verändert. Schwerste Verletzungen, viele Frakturen und das Schwerwiegendste: Eine Querschnittslähmung. Ein Leben im Rollstuhl, für viele nur schwer vorstellbar. Die Kontakte von Nichtbehinderten zu Betroffenen sind eher selten. Diese sind jedoch wichtig um Berührungsängste und Hemmschwellen abzubauen.

 

Die Rolli-Fahrer erzählten von ihren Unfällen und den Folgen für ihr Leben. Anschließend beantworteten beeindruckend offen alle Fragen. Caesar unterstützte das Gespräch auf seine Weise, er begrüßte abwechselnd Schülerinnen und die Gäste schwanzwedelnd und genoss die Streicheleinheiten. Damit tröstete er sensible Schülerinnen, denen die Lebensgeschichte der Gäste sehr nahe ging. Studien zeigen, dass Endorphine, sogenannte Glückshormone,  ausgeschüttet werden, wenn man Hunde streicheln darf. Schon Hildegard von Bingen wusste um die Wirkung von Hunden, als sie sagte: „Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.“

Mit sechs zusätzlichen Rollstühlen konnten die Schülerinnen eine Unterrichtsstunde lang  austesten, wie es sich anfühlt im Rollstuhl zu sitzen. Ein Parcours war zu bewältigen. Bodenschwellen, Slalom fahren, enge Passage, Hindernisse und eine Wettspiel waren zu meistern. Unter Anleitung der  Profis im Rollstuhl durften die Schülerinnen erfahren, wie man im Rolli Treppenstufen hinauf und wieder herunter kommt.  Selbst auszutesten machte viel Spaß. Mindestens genauso wichtig war zu sehen, dass Menschen mit Behinderungen manchmal Hilfe benötigen. Hier sollte man offen und aufmerksam sein und  Hilfe anbieten.

Solch eine beeindruckende Lebensgeschichte von einem Menschen mit Behinderung, dessen normaler Lebensalltag eine Herausforderung bedeutet, bewegt die Schülerinnen zum Nachdenken und prägt sie nachhaltig. Es erfordert Mut, Willen, Durchsetzungsvermögen aber auch Toleranz und die Stärke um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen. Viele Eigenschaften,  die Nichtbehinderte ebenso benötigen, um das Leben mit all seinen Herausforderungen zu meistern. Das was die  Schülerinnen  erkennen sollen: „ Es gibt für jedes Problem eine Lösung, nicht immer so wie man sie sich selbst aussuchen würde, aber es gibt eine Lösung. Man muss nur oft dafür kämpfen.“

Unser Schulhund Caesar im Film: https://player.vimeo.com/external/296057380.hd.mp4?s=a86d4ec5ec3e20e54ea2c42732c89c0fb2684cac&profile_id=174&download=1

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