Achern/York (gat). Trübe und nass zeigte sich das Wetter am Bahnsteig der Hogsmeade Station, wo Harry Potter, Ron Weasley und Hermione Granger immer in den Express zur Hogwartschule stiegen, aber die Achtklässler des Gymnasiums Achern störte der fiese Nieselregen keineswegs.

Interessiert begaben sie sich in der durch die Harry Potter-Filme bekannten Station in Goathland auf die Spur der berühmten Romanfigur und hatten sogar das Glück mitverfolgen zu können, wie gerade ein Hogwart-Express die Station verließ. Allerdings war der Zug nicht mit den Hogwartschülern besetzt, sondern mit lauter Muggeln, die als Touristen eine Fahrt mit dem berühmten Express unternahmen. Solche Dampfzugfahrten des National Railway Museum sind im englischen Yorkshire eine große Attraktion.

Am Wochenende kehrten die achten Klassen des Gymnasiums Achern von einem einwöchigen Educational Stay in der englischen Stadt York zurück. In englischen Familien untergebracht, übten sie sich eine Woche lang in englischer Sprache und erhielten mit ihren begleitenden Lehrern Einblick in englisches Leben, englische Geschichte und in englische Kultur. Jeden Morgen begaben sie sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf Tour, am Abend und über Nacht ging es wieder in die Herbergsfamilien. Die Lehrer unter Federführung von Julia Kaufmann hatten für die Woche ein reichhaltiges Programm vorbereitet.

Das begann Ankunftstag mit einer „Schatzsuche“ im York Minster, wo es galt, Architekturelemente und Figuren im gotischen Münster der Stadt York zu entdecken. So richtig mit „English Weather“ in Berührung kamen die vier achten Klassen am zweiten Tag, als es nach dem kurzen Besuch am Harry Potter-Bahnhof in einer Wanderung entlang der Küste von „Robin Hood’s Bay“ nach Whitby ging. Die Tour führte auch zur gespenstischen Ruine Whitby Abbey, die den irischen Autor Bram Stoker 1890 zur Furcht einflößenden Figur des Grafen Dracula animierte.

Als süße Entschädigung für die Wanderung auf schlammigen Wegen durch den Nieselregen gab es dann am dritten Tag einen Ausflug in „York’s Chocolate Story“, denn während der Reichtum anderer britischer Städte auf Stahl, Kohle und Wolle basierte, beruhte Yorks Ruhm und Reichtum fast 300 Jahre lang auf Schokolade. Das erfuhren die Achtklässler des Gymnasiums vor Ort sehr anschaulich mit diversen Kostproben und begaben sich anschließend auf eine Stadtrallye. Am Abend wurde es schließlich noch schaurig beim „Ghost Walk“ durch York, als englische Guides an unheimliche Orte der Stadt führten und theatralisch Gruseliges in englischer Sprache erzählten.

Nicht weniger anschaulich war ein Besuch im Weltkulturerbe „Salts Mill“ in Bradford. Zwei Frauen vermittelten in einem Rollenspiel in englischer Sprache Geschichten aus der Industrialisierung, wobei die eine die Geschichte der Unternehmerfamilie, die andere die der einfachen Arbeiterfamilie vermittelte. Das war eine hervorragende Ergänzung zum Geschichtsunterricht der achten Klasse. Museumsbesuche wie im „Streetlife Museum“ und im „The Deep“ in Hall rundeten das reichhaltige Programm ab, bevor es per Fähre wieder hinüber auf das Festland und zurück nach Achern ging.

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