"Schaut euch alle genau an. Einer der Anwesenden muss es gewesen sein, und ihr sollt denjenigen ermitteln.“ So führt Antje Bergmann die Acherner Gymnasiasten in die folgende Arbeit ein. Ein Film zeigt einen Einbruch ins Schülerlabor der KIT am Karlsruher Zirkel, der Täter kann jedoch unerkannt fliehen.

„Er hat natürlich Spuren hinterlassen. Und mit etwas Hilfe und viel Physik könnt ihr im auf die Schliche kommen“, erläutert sie den Auftrag für die sie. Die Schülerinnen und Schüler des Physikkurses der KS2 bei Herrn Krämer machen sich sogleich an die Detailarbeit. Dossiers über potentielle Täter, Versuchsaufbauten zur Spurensuche und das Knacken eines Safes stehen auf dem Programm der angelernten Kriminalisten.

Seit zwei Jahren bietet der Physik-Bereich des KIT Schülerlabore der besonderen Art an. Die Idee zu diesen „Technik- und Spionage-Workshop“ hatte ein örtlicher Lehramtsstudent, der das übliche Schülerpraktikum ein wenig auffrischen wollte. Das Ganze ähnelt von der Stimmung her den modern gewordenen Escape-Room-Spielen. Auf der anderen Seite steht ein ausgetüfteltes Rätsel, das es zu lösen gilt. Auf der andren lernen die Schüler aber interessante Experimente, komplexe Geräte und physikalische Methoden kennen, die in der modernen Wissenschaft und Technik relevant sind. „Die Story muss man natürlich nicht zu ernst nehmen. Aber in der Anwendung erweist sich manches als recht nützlich, was in den letzten Jahren Schulphysik gelernt worden ist“, freut sich Physiklehrer Marcus.