Am 31. März ging es frühmorgens für uns müde aber aufgeregte Schüler in Begleitung von Frau Wagner-Zidane und Frau Schmid mit dem Bus in die Normandie nach Pont-Audemer. Auf der Hinfahrt machten wir Halt in Reims und besichtigten die beeindruckende Kathedrale. Nach einer langen und anstrengenden Fahrt konnten wir endlich unsere Austauschpartner in die Arme schließen.

Nachdem wir die erste Nacht bei unseren Austauschschülern verbracht hatten, begleiteten wir diese in die Schule. Manche von uns konnten sogar schon im Unterricht dabei sein. Während des Vormittags entstand außerdem in unserem Aufenthaltsraum eine kleine Rede und als Überraschungsgeschenk für die Franzosen ein Gedicht: „Ode an die deutsch-französische Freundschaft“. Zum Glück hatten sich einige deutsche Schüler gefunden, die dieses am deutsch-französischen Abend vortrugen. Doch auch die Franzosen hatten ein Lied für uns einstudiert („Ein Hoch auf uns“).

Das sonnige Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien; viele trafen sich jedoch auch mit anderen Austauschpartnern und deren Freunden.

Nach dem Wochenende hatte jeder am Montag viel zu erzählen.

An diesem Tag blieben wir nicht lange in der Schule, sondern gingen in die Stadt, um eine Rallye zu machen. Für alle war es eine große Herausforderung, doch es wurden alle Antworten auf die Fragen gefunden. Nachmittags gingen einige von uns mit in den Unterricht. Sofort fielen uns manche Unterschiede auf, wie zum Beispiel die viel strengeren Lehrer, aber auch die um einiges „lebendigeren“ Schüler. Da die Klassenzimmer kleiner waren als am Gymnasium Achern, konnten immer nur zwei deutsche Schüler mit in den Unterricht gehen.

Auch ein deutsch-französischer Ausflug war für den Dienstag geplant. Wir fuhren nach Rouen, um gemeinsam zu bowlen. Jeder amüsierte sich, denn das Zusammensein war wichtiger als der Punktestand. Nach einem Stadtbummel und einem Gruppenbild vor der Kathedrale besichtigten wir das Denkmal der Jeanne d‘ Arc, zu Deutsch „Die Jungfrau von Orleans“. Von der Prophezeiung einer Jungfrau, die Frankreich retten würde, bis zu der Hinrichtung Jeannes gefiel allen die Geschichte des beeindruckenden Mädchens. Am Ende des Tages waren alle müde und erschöpft, freuten sich aber dennoch auf den folgenden Tag.

Der Schultag am Mittwoch war eine reine Überraschung, denn unsere Austauschschüler hatten nur bis um 12 Uhr Unterricht! Am Nachmittag unternahmen alle ein letztes Mal etwas Schönes mit ihren Gastfamilien, da die Abreise immer näher rückte.

Für den nächsten Tag stand ein Ausflug nur für die Deutschen auf dem Plan. Gemeinsam fuhren wir zu einer Cidrerie. Bei einer Führung in französischer Sprache erfuhren wir alles über die Entstehung des Cidres (Apfelwein) und des Calvados (Apfelschnaps). Zum Schluss gab es für uns Schüler eine Apfelsaft- und für unsere Lehrerinnen eine Pommeau-Verkostung. Danach fuhren wir weiter zum Safari-Zoo Cerza. Viele von uns entschieden sich mit einem „Safarizug“ durch den Zoo zu fahren, um so viele Tiere wie möglich zu sehen. Doch die Zeit reichte auch, um durch den riesigen und schönen Zoo bei sonnigem Wetter zu spazieren. Auf der Safaribahn, die eigentlich für Kleinkinder gedacht ist, ließen wir den angenehmen Ausflug und den Zoobesuch ausklingen. Abends mussten alle schweren Herzens den Koffer packen, da wir schon am nächsten Morgen die Rückfahrt antreten mussten.

Am Freitagmorgen standen alle pünktlich am Bus und verabschiedeten sich   von ihren Gastfamilien. Doch es blieb uns keine Zeit fürs Traurigsein! Im Bus wurde gelacht, über das Glück philosophiert  und Musik gehört. Auch der Kurzaufenthalt in Paris war sehr amüsant. Einige verhandelten intensiv mit den Verkäufern am Trocadero, andere genossen währenddessen den Ausblick auf den Eiffelturm. Nicht nur der Eiffelturm, sondern auch die Fahrt durch die Stadt (mit den vielen Sehenswürdigkeiten) gefiel uns allen sehr.

Nach mehreren Pausen und vielen Stunden Fahrt kamen wir schließlich am Gymnasium Achern an, wo uns auch schon unsere Familien ungeduldig erwarteten.

Müde, glücklich und erschöpft nach der Reise hatten wir neben einem neuen Land und einer anderen Kultur auch neue Freunde in Frankreich gefunden.

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