Ab dem kommenden Schuljahr 2018/19 wird sich die Zusammensetzung des Stundenplans für die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Achern verändern: Einen Teil ihres Stundenplanes können sie dann selbst bestimmen!

Die Lehrerinnen und Lehrer bieten Themen an, aus denen die Schülerinnen und Schüler dann wählen können. In den Klassen 6 bis 7 kann je ein Wahlmodul à zwei Stunden (90 Minuten) freiwillig belegt werden. In den Klassen 8 bis 10 ist je ein Wahlmodul à zwei Stunden (90 Minuten) verpflichtend. Die Wochenstundenzahl bleibt dadurch unverändert, da der Pflichtbereich entsprechend angepasst wurde.

In den Wahlmodulen gibt es eine durchschnittliche Schülerzahl von 17. Für die Wahlmodule wird es keine Noten geben. Jedoch sind andere Arten der Rückmeldung über die erbrachte Leistung möglich. Im Anschluss an das jeweilige Wahlmodul findet durch die Schülerinnen und Schüler eine kurze Evaluation des Kurses statt. Ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme wird ihnen ausgestellt.

Die Lehrkräfte entscheiden, ob ein Wahlmodul für ein Quartal, ein halbes Jahr oder ein ganzes Schuljahr angeboten wird. So können neue Ideen auch relativ risikofrei ausprobiert werden.

Schülerinnen und Schüler erhalten durch das Acherner Modell die Möglichkeit, Verantwortung über einen Teil ihrer Bildungsinhalte zu übernehmen. Auf diese Weise vertiefen und verfolgen sie ihre individuellen Begabungen, Stärken und Interessen. Es können ca. 40 Module angeboten werden.

Durch die Wahlfreiheit wird niveauvolles und intensives Arbeiten begünstigt. So wird die vertiefte Beschäftigung mit einem Thema und die Erfahrung ermöglicht, dass intensives und konzentriertes Arbeiten und Nachdenken erfüllend sein können!

Im Gegensatz zu den derzeitigen AGs haben die Wahlmodule ihren festen Platz im Stundenplan und müssen nicht mehr eingeengt in der Mittagspause stattfinden; voraussichtlich werden zwei Nachmittage für Wahlmodule freigehalten, an denen ansonsten kein Pflichtunterricht stattfindet!

Das Acherner Modell ist mit dem Regierungspräsidium Freiburg abgestimmt und wird von der PH Karlsruhe wissenschaftlich begleitet.