Achern (gat). „Ich saß vor sechs Jahren auch noch da, wo Ihr jetzt sitzt“, ließ Pauline Weiß Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe des Gymnasiums Achern wissen. Zusammen mit Max Ernst stellte sie am Montagmorgen im Rahmen einer Unterrichtsstunde den in Achern derzeit entstehenden IT-Campus der Firma powercloud GmbH sowie das Unternehmen selbst vor. Auch Max Ernst war Schüler des Gymnasiums Achern, zusammen mit Pauline Weiß machte er 2017 das Abitur und nach ihrem Studium fanden sie ihren Job bei powercloud in Offenburg. Pauline Weiß studierte internationales Management und machte ihren Master in dem Schwerpunktbereich Management, BWL, und Finanzen, Max Ernst absolvierte das Studium für angewandte Informatik. Beide freuten sich sehr, an ihrer ehemaligen Schule über sich und das Unternehmen powercloud referieren zu dürfen. Lehrerin Catrin Weber hatte das Ganze in die Wege geleitet, den Austausch mit den beiden in das Unterrichtsfach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung integriert und die Schülerinnen und Schüler auf die Begegnung vorbereitet. „Wenn jemand aus der Praxis erzählt, ist das viel authentischer als der reine Unterricht“, war ihr Gedanke dabei und dass zwei ehemalige Schüler den Unterricht gestalteten, passte umso besser.

„Die Firma wurde 2012 als powercloud GmbH gegründet und ist in den vergangenen zehn Jahren vom kleinen Start-Up zu einem globalen Unternehmen mit derzeit fast 500 Mitarbeitern gewachsen“, eröffneten Pauline Weiß und Max Ernst ihre Präsentation und bezeichneten Vertrieb und Produktentwicklung als Teil der „professionellen DNA“ des Gründers Marco Beicht. Von den 500 Mitarbeitern arbeiteten 90 Prozent in Deutschland, derzeit in Offenburg, Berlin und Leipzig, im Ausland habe powercloud in den USA, Frankreich, Italien und Australien Standorte. Der Finanzinvestor General Atlantic sei 2019 bei powercloud eingestiegen, Mehrheitseigner sei nach wie vor Gründer Marco Beicht. Er habe sich für Achern als zukünftiges Headquarter, als Hauptstandort, entschieden, weil er selbst heimatliche Beziehungen zu Achern habe und Achern von der Anbindung her ein sehr guter Standort sei. Der im Entstehen begriffene IT-Campus werde Platz für rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten, 140 Wohnungen und 120 Hotelzimmer. Die Investition betrage 85 Mio. Euro, im Oktober solle die Arbeit im neuen Domizil beginnen. „powercloud ersetzt, wie der Name schon mitteilt, veraltete IT-Systeme durch moderne Cloud-Anwendungen, Energieversorger sind unsere Kunden“ teilte Max Ernst zum Geschäftsmodell mit, „wir wollen das Rückgrat der Energieversorger werden.“ Abwechselnd vermittelten Max Ernst und Pauline Weiß das Geschäftsmodell im Einzelnen und beantworteten Fragen zum Unternehmen. Ihr engagierter Vortrag unterstrich, dass sie mit ihrem Arbeitgeber sehr zufrieden sind und dass die Arbeit erfüllend ist. Das könnte für die beiden jungen Leute unter anderem damit zusammenhängen, dass der Altersdurchschnitt bei powercloud so um die 30 Jahre liegt und Teamarbeit ganz oben angesiedelt ist. Die Verteilung männlich, weiblich dürfte gemäß Auskunft der beiden bei 60 zu 40 liegen. Mit Hinweisen über Ausbildungsmöglichkeiten bei powercloud, Fragen zu den Interessen der Schülerinnen und Schüler und mit einem Kahoot-Quiz endete der aufschlussreiche Unterricht, der vielleicht dem einen oder der anderen Perspektiven für die eigene berufliche Zukunft eröffnet hat.

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Auskunft über das Unternehmen powercloud GmbH sowie über den entstehenden IT-Campus in Achern gaben die powercloud-Mitarbeiter Pauline Weiß und Max Ernst

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