Krug-Chaos & Insel-Idylle


Unser literarischer Fahrplan von Kleist bis Knopf“ 

Vom zerbrochenen Krug im Gerichtssaal bis zur dampfenden Emma auf Lummerland – das Leistungsfach Deutsch entführt euch auf eine rasante literarische Bühne. Unsere zwei informierenden Schülertexte schlagen die Brücke zwischen klassischem Drama und modernem Kinderbuch-Kult. K. Gruenberg 

Am 24.02.2026 durften wir den Referenten Dr. Jochen Bedenk am Gymnasium-Achern zu einem Vortrag über Kinder- und Jugendliteratur in politischen Zeiten begrüßen. Teilgenommen haben vor allem die Deutschkurse von Frau Gruenberg und Frau Wolfgarten, sowie der Musikkurs von Herr Bayer.  

Dr. Bedenk eröffnete seinen Vortrag mit der Geschichte „Das fremde Kind“ von ETA Hofmann, bevor er zu den Werken von Michael Ende überging. Im Mittelpunkt stand dabei das Kinderbuch: „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Anhand verschiedener Medien wie Kunstwerken, Büchern und Filmszenen zeigte Dr. Bedenk die Komplexität und Vielschichtigkeit von Michael Endes Werk und ging der Frage nach, was Kinderliteratur leisten und vermitteln sollte.  

Besonders deutlich zeigt Dr. Bedenk die gesellschaftlichen und historischen Bezüge zur Nachkriegszeit, welche Ende in seinem Werk „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ verarbeitet hat. Durch Figuren und Orte spiegelt Ende gesellschaftliche Strukturen wider und greift Themen wie Rassismus und Ausgrenzung auf.   

Im Verlauf des Vortrags wurde auch die aktuelle Kritik am Werk thematisiert, insbesondere im Hinblick auf rassistische Ausdrücke und stereotype Darstellungen.  

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Schülerinnen und Schüler, ob und wie das Buch Kindern heute noch vorlesen werden sollte. Dabei wurden verschiedene Lösungsansätze besprochen, wie zum Beispiel erklärende Nachworte oder die Anpassung der Ausdrücke und Darstellungen.   

Im Namen des Gymnasiums Achern bedanken wir uns herzlich bei Dr. Bedenk für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag, der sicherlich zum Nachdenken angeregt hat.  

Von Goia Mauro KS1 

Vom Buch zur Bühne – „Der zerbrochne Krug“ im Theater in Bühl  

Am 26.02.2026 begab sich der Deutsch-Leistungskurs des Gymnasiums Acherns in das Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl, in dem die Aufführung des Stückes „Der zerbrochne Krug“ stattfand. Dieses Stück thematisiert dem korrupten Richter Adam, der über seinen eigenen Fall richten muss. Da der Leistungskurs das Stück zuvor im Unterricht behandelt hatte, bot sich die Theateraufführung gut an, um den Schüler:innen das Stück näherzubringen.  

Ob die Theaterinszenierung dem Werk gerecht werden konnte, zeigte sich schließlich in der Bühnenumsetzung.  

Besonders gelungen war die Umsetzung der Figuren durch die Schauspieler: innen. Die Szenen wurden verständlicher im Vergleich zum reinen Lesen des Dramas in Heimarbeit   Aufgefallen sind den Schüler:innen die Kostüme, die eine persönliche Deutung der Charaktere widerspiegelte.  

Durch die Körpersprache und Mimik der Schauspieler:innen konnten sie sich besser in die Figuren hineinversetzen, um die Handlung in dem Drama besser zu verstehen. Gerade im Hinblick auf die anstehende Klausur zu dem Drama, war die Aufführung die perfekte Möglichkeit, um die Bedeutung der Nebenrollen (wie z.B. Frau Brigitte oder Marthe Rull) besser zu verstehen. Zudem wirkte das Theater auf den Leistungskurs lebendiger als die reine Textform, da das Theater wiederholende Sätze und Einwürfe der Charaktere verdeutlichte. Insgesamt war die Inszenierung hilfreich dabei, sich das zuvor gelesene Stück bildlich vorstellen zu können. Somit verbesserte das Theater auch unsere Interpretationen.  

Besonders positiv beleuchteten die Schüler:innen das Nachgespräch mit den Schauspieler:innen, welche nach dem Stück offen für Fragen waren. Dies war eine gute Gelegenheit, um inhaltliche Aspekte und die Umsetzungen der Rollen zu besprechen. Die Schüler:innen empfanden dies als äußerst spannend, da es Ihnen neue Perspektiven und Interpretationsansätze verlieh.  

Zusammenfassend empfehlen die Schüler:innen des Leistungskurses die Aufführung weiter, da sie im Hinblick auf die Klausur und dem Abitur das Drama nun umfangreicher interpretieren können. Die Visualisierung der Inhalte hatte einen richtigen Mehrwert.  

Mareike Meier  KS1