Hannah Broß vom Gymnasium Achern (Abiturjahrgang 2026) erhält den zweiten Preis für ihre Arbeit »Heißt „zum Glauben finden“ „zur Vernunft kommen“? Kirchliche Jugendarbeit zwischen Denkanstößen und starken Gefühlen.«
Wenn man das Wort Spurensuche hören, denken viele sicherlich zunächst an andere Zusammenhänge als jene, um die es bei der Preisverleihung des Religionswettbewerbs „Christentum und Kultur“ in der Aula des St. Ursula-Gymnasiums am 28.Januar 2026 ging. Vielleicht assoziiert man mit „Spurensuche“ so etwas wie Kriminologie – mit Tatorten, Indizien und Ermittlungsarbeit. Oder so etwas wie Archäologie: mit Ausgrabungen, Scherben, Mauern und Inschriften. Spurensuche bedeutet in beiden Fällen: aufmerksam hinzusehen, genau zu beobachten, zu deuten und Zusammenhänge herzustellen.
Und das hat Hannah Broß mit ihrer eingereichten Wettbewerbsarbeit getan. Sie hat gezeigt, dass Erkundungswege auch ganz in der Nähe des eigenen Heimatortes verlaufen können: in ihrem Fall zu der Jugendkirche in Fautenbach. Die aktuellen kirchlichen Entwicklungen zeigen: Kirche verändert sich – und ebenso die kirchlichen Räume. Mit ihrer Arbeit zeigt die Preisträgerin, wie veränderte Räume neue Zugänge eröffnen – durch flexible Architektur, durch die demokratische Beteiligung Jugendlicher und vielfältige Formate von Gottesdienst und Gemeinschaft. Die Spurensuche von Hannah Broß macht deutlich: Wo Kirche kulturell beweglich wird, kann sie für junge Menschen ein Ort sein, an dem Glaube nicht nur erlebt, sondern auch bedacht und verantwortet wird.
Für Ihre hervorragend wissenschaftlich recherchierte und mit quantitativen und qualitativen Untersuchungsmethoden versehene Arbeit erhielt Hannah Broß den zweiten Preis des Wettbewerbs.

Mit ihr freuen sich Schulleiter Fabian Sauter-Servaes und ihre Religionslehrerin Judith Baßler-Schipperges.